Chronologie
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Wismar
Ein afrikanischer Flüchtling wird in einem Neubaugebiet aus einer Gruppe von ca. 15 Personen rassistisch beschimpft und mehrmals geschlagen. Ein Passant beobachtet das Geschehen und alarmiert die Polizei. Vor deren Eintreffen entfernt sich der Haupttäter jedoch. Der stark traumatisierte Flüchtling war schon mehrfach das Ziel rassistischer Attacken und hat die Hansestadt daher zwischenzeitlich verlassen.
Sternberg
Vor einem Imbiss der von einem Kurden betrieben wird, taucht eine größere Gruppe Rechter auf, die Gäste und Mitarbeiter anpöbeln und bedrohen. Die alarmierte Polizei erscheint erst, nachdem mehrere Freunde dem Betroffenen zur Hilfe eilen. In den zurückliegenden Wochen waren der Betroffene und seine Familie immer wieder das Ziel von Anfeindungen aus der örtlichen rechten Szene.
Hagenow
Ein junger Mann trifft auf eine Gruppe von Rechten, die Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen tragen und “Heil Hitler” brüllen. Der Jugendliche versucht die Gruppe zur Rede stellen und wird darauf hin angegriffen. Er trägt Verletzungen im Gesicht davon, die ambulant behandelt werden müssen.
Schwerin
Eine Gruppe von ca. 25 Rechten stört ein “Laut gegen Rechts”-Konzert der DGB Jugend und greift im Umfeld der Veranstaltung mindestens drei Personen an und verletzt diese. Sie werden mit einiger Verzögerung von der Polizei in Gewahrsam genommen.
Bergen
Wegen des Angriffs auf ein Asylbewerberheim in Dranske werden vor dem Jugendschöffengericht Bergen mehrere Rechte zu Strafen von Freiheitsentzug bis hin zu gemeinnützigen Arbeitseinsätzen verurteilt. Zum Jahreswechsel 2005/ 2006 war das Heim unter “Sieg-Heil-und Ausländer-raus-Rufen” sowie den Ansagen “Wir werden euch verprügeln” angegriffen worden.
Nordwestmecklenburg
In einer Kleinstadt in Nordwestmecklenburg erscheinen drei vermummte Rechte vor der Wohnung eines nichtrechten Jugendlichen. Sie greifen ihn an und versuchen in die Wohnung einzudringen. Dabei beschädigen sie die Eingangstür. Da sich in der Wohnung mehrere andere Personen befinden und zur Hilfe kommen, flüchten die Angreifer.
Wismar
Teilnehmer einer antifaschistischen Demonstration gegen die örtliche Neonazistruktur werden aus dem Nazi-Wohnprojekt “Wolfshöhle 2” mit Stahlkugeln und Glasmurmeln beschossen. Dabei werden mindestens zwei Personen so erheblich am Kopf verletzt, dass sie ambulant behandelt werden müssen. Im Verlauf der Demonstration kommt es regelmäßig zu Provokationen und Bedrohungen durch ca. 60 Rechte, die sich immer wieder ungehindert der Veranstaltung nähern können. Außerdem werden JournalistInnen bedroht und können nur durch Flucht einem Angriff entgehen. Die örtliche Polizei spricht jedoch von einem “weitestgehend störungsfreien Ablauf.
Malchin
Wegen verfassungsfeindlicher Schmierereien an mehreren Hauswänden, darunter Hakenkreuzschmierereien, nimmt der Staatsschutz Ermittlungen auf. Mit rechten Parolen wird auch die Linkspartei am Gebäude ihres Wahlkreisbüros in der Heinrich-Heine-Straße immer wieder konfrontiert.
Schwerin
Vor einem Schnellrestaurant am Hauptbahnhof wird ein kurdischer Jugendlicher rassistisch beschimpft und bedroht. Mehrere Personen eilen ihm zur Hilfe und werden von fünf Rechten ebenfalls beschimpft und mit Flaschen beworfen. Dabei wird der Hitlergruß gezeigt und “White Power” Sprüche werden skandiert. Anschließend attackieren die Rechten mehrere Personen und schlagen dabei einen kurdischen Imbissbesitzer zu Boden, treten auf ihn ein und verletzen ihn so stark, dass er mehrere Tage stationär behandelt werden muss. Die alarmierte Polizei kann weitere Gewaltexzesse verhindern.
Stralsund
Erneut werden die Scheiben eines alternativen Jugendtreffs eingeschlagen.
