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Chronik rechter Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern

Dokumentation rechter Übergriffe

Diese Chronologie führt Gewaltdelikte auf, bei denen die Tatumstände und/oder die Einschätzung der Betroffenen oder Dritter auf eine rechte Tatmotivation schließen lassen. Unter Gewaltdelikten werden hier Tötungsdelikte, Körperverletzungsdelikte, massive Bedrohungen, Nötigung und zielgerichtete Sachbeschädigungen verstanden. Diese Aufzählung zeigt nur Beispiele und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Detailtiefe der Darstellungen hängt vom jeweiligen Informationsstand ab: mitunter erhält die LOBBI nur sehr kurze Meldungen zu Angriffen, zum Beispiel aus Antworten auf parlamentarische Anfragen.

Weitere Informationen zu unserem Monitoring finden sich hier.

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Delikt:
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17. Februar 2026 - Güstrow (Landkreis Rostock)

In derselben Nacht werden ein Stadtteilladen, der von der Initiative „Güstrow für alle“ betrieben wird und bereits in der Vergangenheit immer wieder Ziel von rechten Angriffen war, sowie ein Parteibüro angegriffen und Fensterscheiben zerstört.

  • Quelle: LOBBI

16. Februar 2026 - Schwerin (Schwerin)

Ein Kind wird von zwei Personen in ein Parkhaus gelockt. Dort wird der Junge geschlagen und erniedrigt. Zuvor erhielt der Betroffene bereits Anrufe, in denen ihm gedroht wurde, dass sein Haus angezündet wird.

  • Quelle: Polizei

11. Februar 2026 - Neukloster (Nordwestmecklenburg)

Ein junger Mann wird von einer Person rassistisch beleidigt. Dann erhält er mehrere Schläge ins Gesicht.

  • Quelle: Polizei

6. Februar 2026 - Schwerin (Schwerin)

Ein junger Mann wird im Flur eines Wohnhauses von einer Person rassistisch beleidigt und angegriffen. Der Angreifer versucht ihm gegen den Kopf zu schlagen, verfehlt ihn aber. Als der Betroffene dann versucht sich zu verteidigen, trifft ihn ein Schlag gegen den Oberkörper.

  • Quelle: Polizei

30. Januar 2026 - Schwerin (Schwerin)

Eine junge Frau und ein junger Mann werden in einem Einkaufszentrum von zwei Rechten wegen ihrer politischen Einstellung beleidigt und bedroht. Dann wird die Betroffene von einem der Angreifer geschubst und erhält vom zweiten Angreifer einen Faustschlag ins Gesicht. Als die Betroffenen den Angreifern den Einsatz von Pfefferspray androhen, können sie damit weitere Angriffe unterbinden. Später werden die beiden Betroffenen von den Angreifern und weiteren rechten Jugendlichen erneut bedroht.

  • Quelle: LOBBI

24. Januar 2026 - Rostock (Hansestadt Rostock)

Wegen eines angeblichen Verstoßes gegen Verkehrsregel wird ein Mann rassistisch beleidigt und mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

  • Quelle: Polizei

13. Januar 2026 - Schwerin (Schwerin)

Zwischen zwei Personen kommt es zu einem Streit. Dabei wird der Betroffene rassistisch beleidigt, geschubst und erhält vom Angreifer einen Faustschlag ins Gesicht.

  • Quelle: Polizei

3. Januar 2026 - Neubrandenburg (Mecklenburgische Seenplatte)

Am Abend des 3. Januar 2026 greifen auf dem Marktplatz in Neubrandenburg rechte Jugendliche zwei junge Personen verbal und körperlich an, weil sie sie als Linke labeln. Passant:innen schreiten ein und unterstützen die Betroffenen.

  • Quelle: LOBBI

1. Januar 2026 - Goldberg (Ludwigslust-Parchim)

Eine Gruppe wird von einer anderen Gruppe, in der sich auch stadtbekannte Rechte befinden, mit Feuerwerk beschossen und mit Bezug auf ihre politische Einstellung beleidigt. Als die Betroffenen versuchen, die Situation zu entschärfen, werden mehrere von ihnen geschlagen und getreten. Während der Angriffe wird auch der sogenannte „Hitlergruß“ gezeigt.

  • Quelle: LOBBI

1. Januar 2026 - Greifswald (Vorpommern-Greifswald)

In der Silvesternacht greifen vermummte Neonazis ein Wohnprojekt zunächst mit Flaschenwürfen auf die Fenster an. Sie beschimpfen die Bewohner:innen als „Antifa“ und bedrohen sie mit dem Tod. Bei einer weiteren Attacke nur wenig später sind sie mit großen Steinen bewaffnet. Einer durchschlägt eine Scheibe und verfehlt nur knapp die Bewohner:innen des Hauses.

  • Quelle: LOBBI

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