Chronologie
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Greifswald
In Greifswald wird eine Studentin aus einem Auto heraus von mehren Männern mit “Zecken raus” und ähnlichen Sprüchen beleidigt und mit einer Pistole bedroht.
Stralsund
Etwa 15 Rechte stören eine Demonstration gegen die Agenda 2010. Es kommt zu verbalen Attacken gegen die DemonstrationsteilnehmerInnen. In den folgenden Wochen veröffentlicht das rechte “Störtebekernetz” wiederholt Bilder einzelner DemonstrationsteilnehmerInnen.
Stralsund
Am 60. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz wird in Stralsund eine Gedenkstele für die von den Nationalsozialisten ermordeten Jüdinnen und Juden in Stralsund beschmiert. Das rechte “Störtebekernetz” bezeichnet die Schändung als “farblich kreative Umgestaltung der Judenstele”. Auch die Stralsunder Polizei spricht zunächst von der “Judenstele”. Die Stele war bereits 1992 Ziel eines Anschlags.
Gadebusch
Bei einer Party im Bürgerhaus wird ein Punk von acht Rechten angegriffen und mehrfach zu Boden geschlagen und getreten.
Stralsund
TeilnehmerInnen einer Hartz IV Demo in Stralsund fühlen sich von NPD-Mitgliedern provoziert, als diese sich in den Demonstrationszug einreihen wollen und ihnen den Weg versperren. Auf dem Alten Marktplatz kommt es später zu einem Disput zwischen den Gruppen.
Waren
Auf dem Warener Bahnhof wird ein 32-jähriger togolesischer Asylbewerber von mehreren offenbar rechten Männern beleidigt, geschlagen und getreten.
Mecklenburg-Vorpommern
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den NPD-Vorsitzenden von Mecklenburg-Vorpommern Stefan Köster. Dieser trat bei einer Auseinandersetzung mit linken Demonstranten auf eine am Boden liegende Frau ein.
Flensburg
Vor der Staatsschutzkammer in Flensburg wird das Hauptverfahren gegen eine Neonazigruppe eröffnet. Fünf Neonazis u.a. aus MV sind wegen Rädelsführerschaft, Bildung einer kriminellen Vereinigung, räuberischer Erpressung und Verstoß gegen das Waffengesetz angeklagt.
Parchim
Im Bahnhof werden zwei Afrikaner, unmittelbar nachdem sie aus dem Zug aussteigen, von mehreren Tätern rassistisch beschimpft und zusammengeschlagen.
In einem Dorf in der Nähe von Sanitz sprühen Rechte Drohungen gegen einen linken Jugendlichen an die Bushaltestelle. Außerdem sprühen sie ein Hakenkreuz und eine SS-Rune. Die Mutter des Jugendlichen verständigt die Behörden und die Schmierereien werden entfernt. Der Jugendliche ist in der Vergangenheit wiederholt beschimpft und bedroht worden.
