31. März 2012 - Greifswald (Vorpommern-Greifswald)
Ende März werfen Unbekannte mit Steinen auf ein islamisches Kulturzentrum. Dabei beschädigen die Täter eine Fensterscheibe des Gebäudes.
- Quelle: Ostseezeitung
Ende März werfen Unbekannte mit Steinen auf ein islamisches Kulturzentrum. Dabei beschädigen die Täter eine Fensterscheibe des Gebäudes.
Ein Mann wird in Begleitung seiner beiden kleinen Kinder auf dem Wismarer Bahnhof von einem Rechten rassistisch beschimpft. Er bewirft sie mit einer Flasche, die die drei nur knapp verfehlt. Dann attackiert er den Familienvater, schlägt und tritt mehrfach auf ihn ein. Mehrere Mitreisende greifen ein. Sie können den Betroffenen zunächst vor weiteren Verletzungen bewahren und den Angreifer schließlich überwältigen und an die alarmierte Bundespolizei übergeben.
In der Nacht beschmieren Unbekannte den Hauseingang einer Linkspartei-Politikerin mit folgender Drohung “Mauermörder-Linkspartei! Schwenke, wir kriegen dich!” Die Täter hinterlassen das Kürzel „ANG“, welches auch von der rechten Gruppierung “Autonome Nationalisten Greifswald” benutzt wird.
Nach einem Konzert werden vor einem Jugendclub vier Personen von etwa zehn AngreiferInnen mit Sprüchen wie: „Scheiß Antifa“ beschimpft und anschließend attackiert. Sie werden geschlagen und getreten und dabei so erheblich verletzt, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. Einer der Betroffenen muss sich wegen eines Bruchs der Augenhöhle in eine mehrtägige, stationäre Behandlung begeben.
Vor einem Supermarkt im Stadtteil Dierkow werden eine Frau und ihre sechsjährige Tochter wegen ihrer Hautfarbe von zwei Männern rassistisch beschimpft. Sie zeigen den sogenannten „Hitlergruß“, drohen ihnen mit dem Ku-Klux-Clan und mit Sprüchen wie: “Wenn es Hitler noch gäbe, dann wärt ihr nicht mehr hier.” Ein Mann aus Mazedonien der den beiden zu Hilfe kommen will, wird von den Rechten geschlagen und erleidet Verletzungen am Kopf und einer Hand.
Am Imbiss eines migrantischen Gewerbetreibenden wird ein Hakenkreuz in die Tür geritzt. Außerdem werden an Wahlkreisbüros der SPD und der LINKEN Schilder ausgerissen und entwendet.
Zum wiederholten Mal werden an einem Imbiss Scheiben eingeworfen. Der migrantische Betreiber geht von einem rassistischen Tatmotiv aus.
In der Nacht vom 29. Februar zum 1. März besprühen Unbekannte die Scheiben des “Demokratieladens” in Anklam mit Davidsternen und überschmieren weiterhin darin angebrachte Sprüche, die zu Toleranz und Wahrung der Menschenrechte auffordern.
Im Rostocker Stadtteil Toitenwinkel versucht eine Gruppe von ca. 15 bewaffneten und vermummten Rechten eine Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an das NSU-Opfer Mehmed Turgut anzugreifen. Im Anschluss liefern sie sich eine Auseinandersetzung mit Polizeibeamten und verletzen einen von ihnen mit einer Eisenstange. Im Vorfeld hatte es bereits Drohungen aus der örtlichen rechten Szene gegeben. Der Kundgebungsort wurde mit neonazistischen Symbolen unad Sprüchen wie: „Dönermorde – Ha Ha Ha !“ beschmiert.
An einer Rostocker Schule werden zwei Jungen von Mitschülern wegen ihrer Herkunft rassistisch beschimpft und geschlagen. Einer von ihnen erleidet zahlreiche Verletzungen im Gesicht und muss ärztlich behandelt werden.